Serverschrank gestern geliefert, heute hängt er an der Wand

Da ich vor dem Zumachen der Böden alle Netzwerkkabel sauber getestet haben möchte, habe ich gleich den notwendigen 12-HE-Schrank inkl. Patch-Panel bestellt. Gestern kam er dann an und heute habe ich ihn gleich an die Wand des frisch (und fast fertig) gestrichenen Kellers “genagelt” und auch direkt die ersten Kabel aufgelegt.

Vor allem das Testen ist eine schweißtreibende Arbeit: Trepp-Auf-Trepp-Ab, bis man plötzlich feststellt, dass nicht das eigene Kabel ein Problem auf Ader 7 hat, sondern das Testgerät *grml*. Und dafür bin ich gefühlte 50 mal zwei Stockwerke hoch und runter gelatscht.

Lüftungsanlage bestellt

Jetzt ist es offiziell: Die Lüftungsanlage wurde bestellt. Wir hatten bisher ja schon die Verrohrung komplett fertig, aber das genau Gerät für die Lüftung stand noch nicht fest.

Jetzt ist es aber soweit, es wird eine Helios EC370 W mit einem Komfortbedienelement. Wenn das Gerät da ist, geht aber die komplizierte Arbeit los. Da es mangels eines Dachspitz im Keller steht, müssen noch zwei Kernbohrungen mit 160mm durch die Außenwand gemacht und die Verrohrung im Technikraum vorgenommen werden.

Das wird wohl der komplizierteste Teil, denn da wird es eng zugehen. Direkt darauf kann der Raum dann auch fertig gestrichen, die Kabeltrassen an die Wände montiert, Kabel darauf verlegt und anschließend der Schaltschrank (groß, größer, am größten :)) an die Wand geschraubt werden.

Die bisherige Geschichte der Elektrik unseres Hauses

Viel Zeit habe ich bereits in die Planung der Elektrik und die Auswahl der Komponenten investiert, aber so langsam nimmt es tatsächlich Gestalt an. Manche werden sagen, dass es doch ein wenig spät ist, wenn man währenddessen schon die Verkabelung durchführt, aber bisher habe ich uns noch keinen Weg verbaut :).

Der erste Gedanke an Hausautomation und wie er wieder verworfen wurde und sich doch wieder manifestierte…

Ganz am Anfang der Hausplanung spielte ich schon mit dem Gedanken eine Hausaumation einzubauen. Diesen Gedanken hatte ich aber aufgrund der Zusatz-Kosten, die z.B. für KNX gerne mit 20.000€ und höher aufgerufen werden, erstmal verworfen.

Mit der Feinplanung der Leerdosen habe ich aber schnell festgestellt, dass mir die schnell entstehenden Schalterbatterien nicht wirklich gefallen:

Schalterbatterie neben BalkontüreDiese entstand einfach durch die Notwendigkeit 4 Jalousien, 2 Leuchten, Balkonleuchte und eine Außensteckdose hier steuern zu müssen.

Und an diesem Punkt begann ich mir Lösungen zu überlegen, die eventuell noch mehr Vorteile bringen und das Thema Hausautomation begann wieder Fahrt aufzunehmen.

Loxone – die Lösung?

Die erste auch preislich in Frage kommende Lösung stellte Loxone dar. Es handelt sich dabei um eine SPS mit einer sehr einfach zu bedienenden Oberfläche, die mit normalen Schalterkomponenten auskommt. Alles stromführende muss wie bei KNX in den Verteiler geführt werden. Aber im Gegensatz zu KNX benötigt Loxone keine speziellen Taster, sondern kann mit konventiellen Tastern (keine Schalter!) gesteuert werden. Hierzu werden z.B. CAT7-Kabel an die Tasterstellen geführt und dort verdrahtet. Eine Ader wird mit einer 24V-Spannung gespeist und pro Taster wird eine weitere Ader an des ausgehende Ende des Tasters angeschlossen. Wird der Taster gedrückt, wird der 24V-Stromkreis geschlossen und das Signal landet in der SPS. Somit können pro CAT7-Kabel z.B. 7 Taster angeschlossen werden, eine Ader wird für die 24V-Zuleitung benötigt. Führt man zwei CAT7-Kabel an eine Stelle, können dann auch 15 Taster angeschlossen werden.

Loxone bietet darüber hinaus viele weitere Extensions für LED-Leisten-Steuerung, EnOcean-Einbindung, usw. usf. an. Und darüberhinaus bietet der MiniServer auch ein KNX-Gateway an mit dem der Bus eingebunden werden kann und somit auch KNX-Aktoren und -Sensoren verwendet werden können.

Das löste natürlich mein “Schalterbatterien”-Problem noch nicht, da ich weiterhin konventielle Taster verwenden würde. Aber gerade die KNX-Schnittstelle könnte die Lösung sein. Also plante ich ein paar KNX-Taster einzubinden und habe mir auch gleich mal einen dafür besorgt: Den Jung LS5094TSM. Das Teil hat mich schon ziemlich begeistert, da es auch verschiedene steuerbare LEDs und auch einen Temperatursensor enthielt. Aber dafür kostet das Ding auch über 160€!

In Summe war ich für unsere 180m² Wohnfläche aber auch mit dieser Lösung bei etwa 5000€ Materialkosten zusätzlich zur Elektroinstallation, das war noch verkraftbar.

Doch mehr KNX als geplant?

Trotzdem, im Flur und im Wohnbereich wollte ich KNX-Komponenten haben, schon allein aufgrund der vielfältigeren Möglichkeiten, denn so Anforderungen wie:

  • LEDs im Schalter
  • Umstellung auf Bewegungsmelder
  • Integrierte Sensoren jeglicher Art

sind mit Loxone dann nur mit zusätzlichen Adern machbar und ich merkte sehr schnell, dass genau diese ein rares Gut sind. Und wenn man dann auf einmal 3 CAT7-Kabel für eine einzige Tasterstelle verlegen muss, wird es unübersichtlich.

So fing ich an, mehr und mehr mit Loxone und KNX zu experimentieren und dann fing auch schon die Elektroinstallation im Rohbau an. Und je mehr Erfahrungen ich machte und je mehr ich rechnete, desto mehr Taster stellte ich in meiner Planung auf KNX um. Denn was man natürlich auch berücksichtigen muss: Je mehr Relais-Anschlüsse oder Tasteranschlüsse man braucht, desto mehr Extensions braucht man. Und selbige sind auch nicht ganz billig.

Die Rechnung bitte

Ich plante mal grob meine Taster und kam auf die stolze Zahl von 75 für das ganze Haus. der MiniServer bietet bereits 8-12 (12 mit den analogen Eingängen) zu einem Preis von knapp 500€ inklusive 8 5A-Relais, die man z.B. für Licht verwenden kann. Eine Extension bietet 12-16 Eingänge und 8 5A-Ausgänge. Dann gibt es noch eine Relay-Extension mit 14 16A-Ausgängen z.B. für Steckdosen.

Wenn ich jetzt alles zusammen rechne mit 75 Taststellen, 27 Leuchtstellen und 12 schaltbaren Steckdosen würde ich

  • 1x MiniServer für 494€,
  • 4x Extensions für 394€ und
  • 1x Relay Extension für 470€

benötigen und wäre damit schon mal 2.500€ los, ohne Schalter zu haben. Mit KNX fällt die Rechnung am Ende kaum höher aus, wenn man sich ein wenig umschaut. Die genaue Liste werde ich veröffentlichen, sobald ich alles zusammen habe.

Zusätzlich bleibt bei Loxone natürlich der Nachteil, dass wenn der Server ausfällt, die ganze Hausautomation am Boden liegt. KNX-Komponenten arbeiten autark, alle anderen arbeiten bei einem Ausfall weiter. Aber sie besitzen meist etwas weniger Intelligenz und sind nicht so angenehm zu konfigurieren. Und genau werde ich beide Systeme nutzen:

KNX übernimmt fast die gesamten Taster und Aktoren (Schalt- und Jalousieaktoren) im Haus und die Steuerung soweit möglich. Alles komplexe übernimmt Loxone und bietet zusätzlich noch Schnittstellen mit DMX, zu EnOcean, 1-Wire, ModBus, Apps für Smartphones und Tablets, ein Web-Interface und SMS- und E-Mail-Versand.

Mal sehen, ob ich die perfekte Symbiose gefunden habe ;).

Es werde Licht

Naja, zumindest mal testweise. Die Elektrik ist bisher nur im OG fertig, im EG angefangen. Parallel wird im OG demnächst die Dämmung verlegt. Aber zwischendurch habe ich unsere Einbauspots im Flur und in der Küche montiert und das Ergebnis kann sich schon mal sehen lassen:

Für die Spots habe ich einige Zeit nach einem passenden Aufbau gesucht, der auch für unseren Elektriker in Ordnung geht, da wir relativ wenig Platz haben. Am Ende ist es dann folgender Aufbau geworden:

Zunächst wurden 74mm Löcher in die Holzschalung gebohrt. Darüber wurde eine Unterputzdose mit 100x100x50mm geschraubt um späteren Druck vom Fußbodenaufbau abzufangen, selbige wurden untereinander mit 20mm-Leerrohren verbunden. In die Dose kommt eine Kaiser ThermoX LED-Einbaudose mit 68mm Einbaudurchmesser und 70mm Höhe. Da diese von unten eingeschoben wird, kommt man in die Leerräume der Unterputzdose ran und kann dort sauber mit Klemmen verkabeln und das Kabel der LED-Leuchte dann in die Kaiser-Dose einführen. Mit einer Schalungsdicke von 27mm passt das exakt unter die oben aufgeschraubte Dose.

Das Leuchtmittel war jetzt noch problematisch. Die meisten LED-Einbauspots haben ein separates Vorschaltgerät, das viel Platz weg nimmt. Nach vielem Suche  habe ich dann die SweetLed 52 gefunden. Eigentlich hat diese 70-75mm Einbaudurchmesser, passt aber wunderbar rein und leuchtet mit 3,5W gut aus. Aber das Beste: Das Vorschaltgerät ist direkt integriert :).

Garage wurde aufgestellt

Vor einer Woche wurde von Kemmler unsere Doppelgarage angeliefert. Wir haben Sie unverputzt bestellt, da wir einen homogenen Außenputz mit der Unterkellerung erreichen wollten. Dafür dann aber mit einem großen Sektionaltor in Anthrazit und gleich mit Elektroverkabelung (wir haben im Haus noch genug mit Elektro zu tun ;)).

Im kommenden Jahr kommt dann noch das Garagentor, der Wandanschluss an die Nachbargarage  und noch ein paar Kleinigkeiten die korrigiert werden müssen.

Der Aufbau selbst hat kaum 2 Stunden gedauert, danach hat ein Mitarbeiter noch die Feinarbeiten erledigt. 2 Tage später kam dann noch die Dachbegrünung. Also wirklich alles ruck zuck erledigt.

Elektrik hat auch die ersten Schritte hinter sich

Heute haben wir dann endlich mit der Elektrik angefangen. Beide Kinderzimmer und das Schlafzimmer im OG sind fast fertig mit Kabeln ausgelegt. Da bisher aber die Folie im Keller noch nicht verlegt ist, liegen die Kabel (noch nicht sauber aufgerollt) im EG fest. Das dauert noch eine Woche, da wir auf die Folie (Katja Sprint) warten müssen.

Elektro stockt im EG Die ersten Kabel aus den Dosen

 

Ansonsten wurden bereits einige Meter vor allem 5-adriges NYM 1,5mm², aber auch 3-adriges zusammen mit CAT7- und Koaxialkabel verlegt. Die CAT7 wurde aber nicht nur für das Netzwerk verlegt, sondern auch für die Haussteuerung:

Wir werden eine Kombination aus Loxone und KNX verwenden. Loxone wird die tragende Relays-Funktion für schaltbare Steckdosen, Leuchten, Jalousien usw. werden. Aufgrund des höheren Verkabelungsaufwands für die Taster und auch wegen besseren Funktionen werden wir aber an einigen Stellen KNX-Taster verwenden. Zur Zeit teste ich gerade die Schaltung mit einem Jung 4-fach Universal-Taster, der einige Annehmlichkeiten hat, wie Temperatursensor, verschiedene LEDs, 8 Tasten, unzählige Einstellmöglichkeiten usw.

Davon werden zwei bis drei ziemlich sicher im Haus verteilt, einer an der Haustüre, einer an der Balkontüre und einer an der Wohnzimmertüre. An der Haustüre zum Beispiel um über die verschiedenen LEDs Hinweise zu geben, wie “Offene Fenster”, an der Balkontüre, um die 4 Raffstores im Wohn-/Essbereich und die ganzen Leuchten (Essen, Wohnen, Wohnen indirekt, Außen) und die Markise steuern zu können.

Sonst müssten wir dort riesige Schalterbatterien installieren.

Mal schauen, wie es mit der Verkabelung weiter geht ;).

Der Innenausbau hat angefangen …

… mit Sanitär und Lüftungsanlage. Die Rohinstallation für Sanitär (Abwasser und Wasser) und die Lüftungsanlage sind nun schon fast abgeschlossen, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch.

Hier mal ein Stand von vor ein paar Tagen:

Bei den Lüftungsrohren verwenden wir jetzt im EG 75mm Rundrohre und im KG und OG 52mm Ovalrohr, da wir dort einen geringeren Bodenaufbau haben. Auf dem Bild mit dem Heizkreisverteiler sieht man letztere, wie sie aus dem Umsetzer kommen.

Die Lüftungsanlage selbst wird wahrscheinlich eine Helios EC 340 d, weil sie sich unter die Decke im Technikraum montieren lässt. Dort haben wir leider doch etwas wenig Platz 😉

Außen (fast) fertig

So, unsere Fertighausfirma ist nun so gut wie fertig. Die Abnahme und die Restarbeiten haben sich doch etwas mehr verzögert, als ursprünglich geplant. Das führt auch dazu, dass wir selbst noch nicht wirklich viel machen konnten (bzw. aufgrund der Abnahme auch nicht wollten), außer die Satellitenschüssel und die Röhrenkollektoren zu montieren, aber diese Zeit muss sein.

Außen ist das Haus bereits verputzt und inzwischen auch der Balkon verlegt. Der Sockelputz des Kellers kommt etwas später, da im Dezember erst noch die Fertiggarage geliefert werden muss, damit der Putz in einem Rutsch angebracht werden kann, damit es möglichst gleichmäßig aussieht.

Jetzt ist es an der Zeit einige Arbeiten innen auszuführen :).

Hausautomation

Wir haben uns in den letzten Wochen nun doch entschieden, ein System zur Hausautomation zu installieren. Hintergrund ist vor allem die Flexibilität und der zusätzliche Komfort, den man gewinnt. Da wir bisher nicht die optimale Anordnung von Schaltern und Lichtern (welche Schalter schaltet welches Licht z.B. auf der Terrasse oder auf dem Balkon). Außerdem scheint es eine gute Möglichkeit zu sein, die Schalterbatterien zu reduzieren ;).

Ich habe mir verschiedene Systeme angeschaut und bin am Ende nun bei Loxone hängen geblieben, weil es aus meiner Sicht derzeit ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Eigentlich wollte ich kein proprietäres System, aber diese könnte man zur Not auch durch jedes andere System ersetzen. KNX war einfach zu teuer (alleine die Software), aber mit Loxone haben wir sogar die Möglichkeit, KNX-Komponenten einzusetzen.

Letzte Woche kam der MiniServer, den ich nun auf ein Brett mit einem Testaufbau montieren werden, um mich mit den Programmen vertraut zu machen und auch z.B. unsere Rolladenmotoren mal testen zu können. Jetzt fehlt nur noch das Netzteil, dann kann ich den Rest noch aufbauen:

Loxone Miniserver
Loxone Miniserver
Testaufbau
Testaufbau

Rohbau (fast) fertig

Nachdem der Aufbau des Hauses eigentlich schon seit 1 1/2 Wochen fertig war, heute nun erst der erste Bericht. Es gab noch einige Nacharbeiten zu erledigen, da es während des Hausstellens teilweise sehr stark geregnet hatte. Daher hatten wir einige Tage noch zur Sicherheit Bautrockner im Haus und nun werden noch einige Fermacell-Platten ausgetauscht und weitere kleinere Mängel behoben.

Aber das Ergebnis sieht schon recht gut aus, der Balkon wird diese Woche belegt:

Haus 1

Haus 2

Ab dem nächsten Wochenende geht es an den Innenausbau, da gibt es dann sicher einiges mehr zu berichten.